Dalarna (Schweden)Dieser Teil Mittelschwedens gehört zu den beliebtesten Tourismusregionen des ganzen Landes. Und das hat viele Gründe. Im Westen reihen sich die südlichen Fjällregionen aneinander und ziehen im Sommer Gebirgswanderer, im Winter Skifahrer an. Zur Mitte hin erstrecken sich malerische Täler wie Älvdalen, die reich an Angelgewässern, Badestellen und Wanderwegen sind. Dann stößt man unweigerlich auf den Siljansee, dessen Form auf einen Asteroideneinschlag zurückgeht und an dessen Ufern sich Sommerferienorte wie Rättvik und Leksand liegen, aber auch das bekannte Städtchen Mora, das den Zielort des alljährlichen Wasalaufs bildet. Nördlich des Sees beginnt ein Stück Finnland, zumindest kulturell: die so genannte „Orsa Finnmark“ wurde nämlich von finnischen Waldarbeitern erschlossen. Und im Flecken Tackåsen wird heute ein besonderer Waldbewohner erforscht – hier hat das Schwedische Bärenforschungsprojekt seinen Sitz. Wer den stolzen Wildtieren nahe kommen will, sollte den Bärenpark von Orsa aufsuchen, wo sie in großen Gehegen umhertappen.

Dalarna – Bilderbuch-Schweden mit Pferd & Falunrot

Dalarna: Schwedische InlandsbahnDas Symboltier der Region ist allerdings ein anderes: In Nusnäs und Umgebung stehen die traditionellen Schnitzereien, die Jahr für Jahr Unmengen ihrer berühmten „Dalahäst“ hervorbringen. Die bunten, vorwiegend rot bemalten Pferde gibt es seit dem 17. Jahrhundert als Spielzeug und Dekogegenstand. Sie werden heute als Schweden-Souvenirs in alle Welt verkauft. Ihre Rotfärbung kommt nicht von ungefähr, denn der Ursprung des berühmten Schwedenrots, das man in Skandinavien an vielen Häusern sieht, ist die Kupfermine in Falun, im Südosten Dalarnas. Hier wird die Farbe seit Jahrhunderten als Nebenprodukt der Erzwäsche gewonnen. Falun ist die Hauptstadt der Provinz und nicht nur Wintersportfans ein Begriff. Auch wichtige kulturelle Einrichtungen der Region gehören zur Stadt. Ein weiteres kulturelles Zentrum Dalarnas bildet das Städtchen Mora am Siljansee. Hier steht nicht nur das Haus von Anders Zorn, dem berühmten Maler aus der Region, sondern auch das Wasalaufmuseum. Da Mora der Zielort des legendären Langlaufrennens ist, wird hier das Andenken an seine Geschichte und die größten Sieger besonders gepflegt. Wer im Sommer hereinschaut, kann sich zumindest ein paar Souvenirs sichern. Von Mora aus führen wichtige Routen weiter in den Norden: zum einen die Europastraße 45 als „Inlandsvägen“ und zum anderen die Touristenstraße „Kopparleden“, welche die Welterbestätten Falun und Røros in Norwegen verbindet. Außerdem macht die Inlandsbahn (Foto: © Kai-Uwe Och – Inlansbanan.se) in Mora Station, mit der viele Schwedenurlauber den Norden auf gemütliche und entschleunigte Weise für sich erobern.

    Tipp 1: Wasserfall Njupeskär: Im Nationalpark Fulufjället gibt es den höchsten Wasserfall Schwedens. Wenn Du ein paar Tage wandern möchtest, findest Du hier beste Bedingungen vor.
    Tipp 2: Kupferbergwerk Falun: Bergbau hat in Dalarna Tradition. Erfahre mehr über eine der größten Abbaustätten für Kupfer weltweit und nimm an einer spannenden Grubentour teil!
    Tipp 3: Digerberget Naturreservat: Von dem urwüchsig bewaldeten Berg nördlich des Siljansees hast Du einen wunderbaren Ausblick auf eine der schönsten Ecken Dalarnas.
    Tipp 4: Fjällwelt am Grövelsjön: Ski fahren, Fjällfischen, Wandern, Kanutouren, Beeren sammeln, eine Bootsfahrt mit der M/S Sylöra und Vieles mehr kannst Du in einer der südlichsten Hochgebirgsregionen Schwedens unternehmen.
    Tipp 5: Bisonpark Avesta: Etwa 30 Bisons leben auf dem Gelände dieser Tierschutzanlage. Nehme an einer geführten Tour teil und erlebe die seltenen Tiere aus nächster Nähe!




Dalarna: Siljansee

Im Herzen Dalarnas schlägt der Siljan mit seinen Wellen an grüne Ufer. Vom Gesundaberg aus eröffnet sich ein weites Panorama auf den See, der Wassersportler ebenso anlockt wie Badegäste. Im Winter spielt Langlauf eine große Rolle, nicht umsonst ist Mora Endstation des Wasalaufs. Erfahre mehr über Campingplätze und Ferienhäuser in der Gegend.

Dalarna: Funäsdalen

Um Funäsdalen und Bruksvallarna erstreckt sich eines der wichtigsten Wintersportgebiete Mittelschwedens. Unzählige Skilifte und viele Kilometer gespurte Loipen bieten Top-Bedingungen. Im Sommer zieht das Fjäll Wanderer und Mountainbiker an. Grund genug, einige Wanderwege, Aktivitäten und Unterkünfte vorzustellen.

Dalarna: Südlicher Kungsleden

Die einen sehen ihn als kleinen Bruder des Kungsleden, die anderen als dessen südliche Fortsetzung. Klein ist ohnehin relativ: Mit 340 Kilometern ist der Södra Kungsleden kein Pappenstiel. Mehrtägige bis mehrwöchige Touren zwischen seinen Startpunkten in Sälen und Storlien sind möglich. Am Übergang von Dalarna und Jämtland warten eindrucksvollen Landschaften.

Dalarna: Älvdalen

Auf der Nebenstrecke von Älvdalen nach Sveg (Härjedalen) durchquert man schwedisches „Outback“. Die Route ist ein Vorgeschmack auf Nordschweden: Hier zeigt sich, wie unglaublich weit und vereinnahmend die schwedische Vildmark sein kann. Navardalen, Romboleden und Orrmosjön liegen am Wegesrand und bieten sich für Erkundungen zu Fuß (oder mit Kanu) an.

Dalarna: Fulufjället

Im Westen Dalarnas, an der Grenze zu Norwegen, liegt Fulufjället Nationalpark. Er ist der jüngste der 29 schwedischen Nationalparks. Das sanfte, rundliche Gebirge auf bis zu 900 Höhenmetern umfasst eine unberührte, oft baumlose und weitgehend von Heide und Flechten geprägte Landschaft. Ihre größte Attraktion ist der Wasserfall Njupesskär.

Falunrot aus Dalarna

Dass es in Schweden so viele rote Häuschen gibt, liegt an einer Laune der Natur und am Erfindungsgeist von Bergarbeitern aus Falun. Hier wurde im 16. Jahrhundert das entscheidende Farbpigment im Erzschlamm des großen Kupferbergwerks entdeckt. Schnell stellte sich heraus, dass man eine günstige und ausdauernde Holzfarbe daraus herstellen konnte.

Alle Jahre wieder schinden sich tausende Ski-Langläufer über die 90 km lange Strecke quer durch die Wälder Dalarnas. Mit dabei sind nicht nur Schweden, sondern auch viele internationale Teilnehmer. Wer einen Platz im Starterfeld ergattern konnte, sollte die Reise gut vorbereiten. An Unterkünften mangelt es. Wie wäre es mit einem Ferienhaus direkt in Loipennähe?

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